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Autor: Sascha Stewen
Veröffentlicht: 28. September 2013

Akkulaufzeiten und Stromspartipps

Energiespender

Mit optional nutzbaren, batteriebetriebenen Belichtungsmessern, die in die damals noch vollmechanischen Kameras integriert wurden, begann der Siegeszug der Elektronik im photographischen Bereich. Es folgten der elektronisch gesteuerte Verschluss, die elektronische Blendensteuerung, der Autofokus und schließlich die Digitalkamera. Heute geht ohne Stromspender, meist in Form von speziellen Lithium-Ionen-Akkus (Li-Ion), nichts mehr. Gerade der neueste Trend im Systemkamerabereich, die “All-Electronic-Camera” (vollelektronische Kamera), und vor allem der damit einhergehende Verzicht auf optische Sucher sorgt dafür, dass auch im Bereich Photographie Stromsparhinweise immer wichtiger werden. Wir werfen ein Blick auf die Leistungen und zeigen, wie man durch wenige Optimierungen viel gewinnen kann.

Die erste Informationsquelle zur Akkulaufzeit einer Digitalkamera ist in der Regel das Datenblatt. Dort wird die Betriebsdauer meist durch die Zahl an Aufnahmen ausgedrückt, die mit einer Akkuladung aufgezeichnet werden können. Gelegentlich kommen einschränkende Bedingungen dazu, etwa wird ein spezielles Objektiv, eine Temperatur oder ähnliches genannt, häufiger hingegen ist der Hinweis “nach CIPA-Standard”, oder “gemäß CIPA-Bedingungen”. Dieser Standard wurde geschaffen, um die herstellereigenen Prüfbedingungen durch ein Verfahren mit festgelegten Rahmenbedingungen zu ersetzen, dass einen Vergleich verschiedener Modelle von unterschiedlichen Herstellern erlaubt. Vereinfacht ausgedrückt wird ein typischer Umgang mit der Digitalkamera durchaus realitätsnah simuliert, so dass sich für die breite Masse an Nutzern die angegebenen Zahlen durchaus in der Praxis bestätigen. Im Anhang A haben wir den genauen Ablauf der CIPA-Tests beschrieben, damit ihr besser einschätzen könnt, welchen Einfluss eure Art der Photographie auf die ermittelten Werte besitzt.

Randwissen: Was bedeutet CIPA?

Bei der CIPA (die Abkürzung steht für Camera & Imaging Products Association) handelt es sich um den Interessensverband der japanischen Photoindustrie, in denen fast jeder japanische Kamera- und Objektivhersteller Mitglied ist. Da heute ein Großteil der produzierten Kameras von japanischen Herstellern angeboten werden (Ausnahmen sind etwa Samsung aus Korea oder Leica aus Deutschland), hat die CIPA einen großen Einfluss auf die gesamte Industrie und einige Standards festgelegt, die von allen Herstellern genutzt werden. Dazu gehört etwa das EXIF-Format für Metadaten, PictBridge für den Direktdruck und die standardisierte Messung von Akkulaufzeiten. 2013 wird eine standardisierte Messung für Bildstabilisatoren hinzukommen.

CIPA-Wertung

Die reinen Ergebnisse der CIPA-Tests zeigen auf den ersten Blick die Vorteile der digitalen Spiegelreflexkameras gegenüber den kompakten Systemkameras. Eine Nikon D7100 etwa schafft 920 Aufnahmen mit einer Akkuladung, eine Canon EOS 7D kommt auf 800 Aufnahmen, während eine Sony NEX-6 oder eine Olympus E-M5 jeweils lediglich 360 Aufnahmen und damit weniger als die Hälfte erzielen. Außen vor ist bei dieser Betrachtung allerdings die Leistung des jeweils eingesetzten Akkus. Aus diesem Grund haben wir in der folgenden Tabelle die Akkukapazität mit den Aufnahmen verrechnet und damit die erzielbaren Aufnahmen pro Wattstunde an Energie aufgelistet. Eine ausführlichere Tabelle findet ihr in Anhang B:


Kameramodell Akkuleistung Herstellerangabe Aufnahmen je Wattstunde
Nikon D7100 7,0 V / 1.900 mAh = 13,3 Wh 920 Aufnahmen 69
Canon EOS 7D 7,2 V / 1.800 mAh = 13,0 Wh 800 Aufnahmen 62
Sony NEX-6 7,2 V / 1.020 mAh = 7,3 Wh 360 Aufnahmen 49
Olympus E-M5 7,6 V / 1.220 mAh = 9,3 Wh 360 Aufnahmen 39

Noch immer überragen die Aufnahmezahlen der digitalen Spiegelreflexkameras jene der kompakten Systemkameras, aber die Unterschiede sind auf ein realistischeres Maß zusammengeschrumpft. So kommt die zuvor erwähnte Nikon D7100 auf 69 Aufnahmen pro Wattstunde, die Canon EOS 7D erzielt 62 Aufnahmen pro Wattstunde, während die Sony NEX-6 49 und die Olympus E-M5 39 Aufnahmen pro Wattstunde erreichen. Neben dem leicht erkennbaren höheren Stromverbrauch wird auch deutlich, dass die kleinere Baugröße der Kameras und die damit einhergehenden kleineren Akkus einen nicht unerheblichen Anteil an der geringeren Gesamtleistung besitzen. Hätten die Hersteller die beiden spiegellosen Systemkameras auch mit Akkus mit etwa 13 Wattstunden ausgestattet, so kämen diese auf 640 (Sony NEX-6) beziehungsweise 510 (Olympus E-M5) Aufnahmen.

Ursachen und Wirkungen

Die Ursache für den höheren Stromverbrauch liegt primär in der Art der Kameras. Die digitalen Spiegelreflexkameras besitzen einen optischen Sucher, über den sich das Motiv beobachten lässt, ohne dass nennenswert Strom verbraucht wird. Bei den spiegellosen Systemkameras dient entweder das Display oder ein elektronischer Sucher der Beobachtung des Motivs. Dieser verbraucht zum einen selbst Strom, zum anderen muss auch der Sensor kontinuierlich ausgelesen werden. Da die Wartezeit zwischen zwei Aufnahmen im CIPA-Test und letztlich auch in der Realität eine relevante Rolle spielt, kommt es zu den Unterschieden bei der Laufzeit.
Diesen generellen Nachteil während der photographischen Ruhe- und Gestaltungsphasen versuchen die Hersteller von spiegellosen Systemkameras durch verschiedene Entwicklungen zu kompensieren. Panasonic etwa hat bei den selbstentwickelten NMOS-Sensoren konsequent den Stromverbrauch reduziert, Samsung als erstes OLED-Displays und Sony OLED-Sucher eingeführt, die ebenfalls weniger Energie verbrauchen als klassische LC-Displays. Hinzu kamen beispielsweise Optimierungen bei der Verschlusstechnik, den verwendeten Bildprozessoren oder auch den Autofokusantrieben. Besonders die Optimierungen im Sensor- und Verschlussbereich sorgen so dafür, dass unmittelbar vor, während und nach der Aufnahme die spiegellosen Systemkameras in der Regel weniger Strom verbrauchen als digitale Spiegelreflexkameras. Besonders deutlich wird dies bei schnellen Serienbildaufnahmen, aber auch in photographischen Bereichen, in denen lange Laufzeiten ohne Unterbrechungen und Kontrollen üblich sind, also etwa bei Zeitrafferaufnahmen oder in der Astrophotographie.

Einige Hersteller geben neben den reinen CIPA-Werten auch weitere Betriebszeiten an, die Rückschlüsse auf die Einflussgrößen erlauben. So nennt Canon für die EOS 650D auch Zahlen für die Nutzung bei einer niedrigeren Temperatur von 0 Grad Celsius, ohne Blitz oder mit Live-View-Nutzung:

Bedingungen Herstellerangabe
23° Celsius, kein Blitz, optischer Sucher 550 Aufnahmen
23° Celsius, 50% Blitz, optischer Sucher (CIPA-Standard) 440 Aufnahmen
23° Celsius, kein Blitz, Live View 200 Aufnahmen
23° Celsius, 50% Blitz, Live View 180 Aufnahmen
0° Celsius, kein Blitz, optischer Sucher 470 Aufnahmen
0° Celsius, 50% Blitz, optischer Sucher 400 Aufnahmen
0° Celsius, kein Blitz, Live View 170 Aufnahmen
0° Celsius, 50% Blitz, Live View 150 Aufnahmen

Panasonic hingegen führt die Einflüsse der Objektive auf die Akkuleistungen weiter aus:

Bedingungen Herstellerangabe
Panasonic G6 mit Lumix G 45-150mm F4.0-5.6 (FS45150) 350 Aufnahmen
Panasonic G6 mit Lumix G 14-140mm F3.50-5.6 Asph. (FS14140) 340 Aufnahmen
Panasonic G6 mit Lumix G PZ 14-42mm F3.5-5.6 (PS14042) 340 Aufnahmen
Panasonic G6 mit Lumix G 14-42mm F3.5-5.6 (FS014042) 330 Aufnahmen

Das sind natürlich nur Momentaufnahmen, aber anhand der Zahlen lässt sich leicht erkennen, dass Temperatur, Display- und Blitznutzung, aber auch Zubehör einen nicht zu vernachlässigenden Einfluss auf die Akkulaufzeiten der Kameras haben. Dies erklärt auch, warum die praktischen Erfahrungen unterschiedlicher Photographen teilweise deutlich voneinander abweichende Ergebnisse bringen und Angaben ohne Kenntnisse des Photographierverhaltens sich nicht übertragen lassen.

Stromspartipps

Mit einem optischen Sucher fällt das Stromsparen leichter, da Sensor und Display (die größten Stromverbraucher) vor der Aufnahme ungenutzt bleiben können. Bei der digitalen Spiegelreflexkamera solltet ihr also möglichst auf die Live-View-Nutzung verzichten, sofern das sinnvoll möglich ist. Bei den digitalen Kompakt- und den kompakten Systemkameras steht meist nur ein Display oder ein elektronischer Sucher für die Bildkomposition zur Verfügung (abgesehen von wenigen Ausnahmen in beiden Bereichen). Es gibt zwar optische Aufstecksucher, jedoch sind diese nur für eine Brennweite ausgelegt und entsprechend unflexibel. Um trotzdem Strom zu sparen hilft es, die Zeit der Displaynutzung einzuschränken. So könnt ihr das Motiv statt über den Sucher/ das Display zunächst ohne Hilfsmittel beobachten und analysieren, also “photographisch sehen” (was sich insgesamt positiv auf die photographische Qualität auswirkt), und nur für die Aufnahme selbst die Kamera aktivieren. Zudem ist es immer sinnvoll wenn ihr euch Gedanken über die Nachbetrachtung macht. Oft ist diese automatisch aktiviert, obwohl sie nicht genutzt wird. Sinnvoller ist es daher, die gemachten Aufnahmen bei Bedarf zu betrachten, vor allem, wenn die Kamera auch über einen Lichtsensor für das Display verfügt und so bei hellem Umgebungslicht auch die Helligkeit des Displays entsprechend steigert.
Auch ein bewusster Umgang mit dem integrierten Blitz hilft den Stromverbrauch zu senken. Gerade die Automatikprogramme sind noch immer anfällig für sinnlose Blitzauslösungen, auch wenn sie bei modernen Kameras deutlich seltener auftreten als noch vor einigen Jahren. Trotzdem kann ein gezielter Verzicht, gerade bei lange Distanzen am Tag und auch in der Nacht, die Akkulaufzeit spürbar erhöhen.
Neben diesen allgemeinen Hinweisen gibt es auch einige spezielle Einstellungen, die oft unbemerkt einen deutlichen Einfluss auf den Stromverbrauch haben. So gibt es bei einigen Kameramodellen die Funktion “Dauer-AF”, bei dem der Autofokus ständig nachgeführt wird um die Schnappschusstauglichkeit zu erhöhen. Ähnliches gilt auch für den Stabilisator im Objektiv oder im Kameragehäuse, der teilweise dauerhaft aktiv ist. Beides sorgt für einen spürbar höheren Stromverbrauch und damit für geringere Akkulaufzeiten.
Auch die Standby-Einstellungen eurer Kamera solltet ihr genau prüfen. Ein schneller Wechsel in den Schlafmodus lohnt sich, sofern die Kamera aus diesem auch wieder schnell in die Bereitschaft wechselt. Alternativ bieten einige Modelle einen Modus, bei dem Display und Sensor abgeschaltet wird, während die sonstigen Funktionen erhalten bleiben. So kann die Kamera schneller wieder einsatzbereit sein und trotzdem bei Nichtgebrauch Strom sparen.
Der beste und sinnvollste Tipp ist es allerdings, nicht nur Strom zu sparen, sondern auch genug davon bereitzuhalten. Ein Ersatzakku ist fast immer sinnvoll und sollte die erste Anschaffung nach dem Kamerakauf sein.

Stimmt’s, ...

… dass ein elektronischer Sucher weniger Strom verbraucht als das Display?

So verallgemeinert stimmt das nicht. Zwar liegt die Vermutung nahe, dass das kleinere Display im elektronischen Sucher beim Stromsparen hilft, doch kann auch das Gegenteil der Fall sein. Als Beispiel ist es bisher (Stand September 2013) bei Olympus-Modellen sinnvoller, das Display zu verwenden, da es weniger Strom verbraucht als die integrierten oder aufsteckbaren elektronischen Sucher. Alle bisherigen Erfahrungen zeigen, dass es eher auf die Technologie als auf die Größe ankommt. Moderne OLED-Displays beispielsweise erweisen sich als besonders sparsam.

… dass Nachbauakkus weniger Leistung bieten als Originalakkus??

Wichtig ist nicht, welcher Name auf dem Akkugehäuse steht, sondern welche Zellen im Inneren verbaut sind. Die Kamerahersteller setzen dabei durchweg auf qualitativ hochwertige Markenware, oftmals auch auf die neuesten Technologien. Den gleichen Weg gehen aber auch einige Fremdanbieter, deren Kapazität den Originalakkus dann auch nicht nachsteht (und in seltenen Fällen sogar besser ist). Bei besonders billigen Nachbauakkus ist hingegen die Wahrscheinlichkeit groß, dass minderwertige Zellen verwendet werden und die Haltbarkeit und Kapazität teilweise deutlich unter den Originalakkus liegt.

Anhang A: CIPA-Test

Der CIPA-Standard geht von drei Grundvoraussetzungen aus, nach denen die Einzelbedingungen geprüft werden.

  • Erstens ist jeder Hersteller für den Test und das Einhalten der Testbedingungen selbst verantwortlich. Es handelt sich also nicht um eine externe Prüfung, sondern um eine Selbstkontrolle. Die CIPA appelliert an die Fairness der Hersteller, mit willkürlich ausgewählten Geräten zu testen und keine spezielle Selektion vor der Messung zu betreiben. Es besteht zur Zeit kein Grund, daran zu zweifeln, dass sich die Hersteller an diese Vorgabe halten.
  • Zweitens soll jede Einzelbedingung mit der höchsten Leistungsstufe der Funktion erfüllt werden. Bei den Aufnahmen mit Blitz beispielsweise soll also während der Prüfung die Blitzleistung auf das Maximum eingestellt sein.
  • Drittens sollen die Werkseinstellungen verwendet werden, wenn sich die Einstellung einer Funktion nicht direkt einem Stromverbrauch zuordnen lässt. Die CIPA geht hierbei davon aus, dass die Hersteller ihre Werkseinstellungen anhand der angenommenen Einstellung der Mehrzahl der Nutzer auswählen. Steht eine Funktion kameraseitig nicht zur Verfügung, so muss diese natürlich auch nicht entsprechend eingestellt werden.

Die Einzelbedingungen schlüsseln auf, welche Rahmenbedingungen und Einstellungen herrschen müssen.

  • Temperatur und Luftfeuchtigkeit: Der Test soll bei 23 Grad Celsius mit einer Toleranz von +/- zwei Grad erfolgen. Die relative Luftfeuchtigkeit soll bei 50% mit einer Toleranz von +/- 20% liegen.
  • Batterien: Die genutzte Batterie soll der entsprechen, die der Hersteller mitliefert oder für den Gebrauch empfiehlt. Eine einfache Batterie sollte für den Test dem Neuzustand entsprechen, ein wiederaufladbarer Akku voll geladen, aber nicht überladen sein. Bei verschiedenen Versorgungsmöglichkeiten soll die für den Test verwendete bei der Betriebszeit im Datenblatt erwähnt werden.
  • Speichermedium: Es gibt keine einheitlichen Vorgaben für das Speichermedium, das für den Test verwendete soll aber neben den Testergebnissen erwähnt werden (um so für den Kunden nachvollziehbar zu sein).
  • Blitz: Sofern die Kamera einen integrierten Blitz besitzt oder ein Aufsteckblitz mitgeliefert wird soll dieser bei jeder zweiten Aufnahme, eingestellt auf die volle Leistung, ausgelöst werden.
  • Motorzoom: Verfügt die Kamera über eine Motorzoomfunktion, wie sie bei Kompaktkameras üblich ist, inzwischen aber auch bei Systemkameras gefunden werden kann, so soll vor jeder Aufnahme die Brennweite von dem kürzesten auf den längste oder von dem längsten auf den kürzestes Wert verstellt, also der gesamte Brennweitenbereich durchfahren werden. Alternativ kann vor jeder zweiten Aufnahme der Brennweitenbereich zweimal durchgefahren werden.
  • Display: Das Kameradisplay soll während der gesamten Testdauer in dem Modus eingeschaltet sein, in dem es als Sucher dienen kann. Sollte es sich aufgrund einer automatischen Abschaltung nach einigen Sekunden selbst deaktivieren, muss es sofort reaktiviert werden. Steht mehr als ein Display zur Verfügung, so soll jenes mit dem höchsten Stromverbrauch entsprechend aktiviert bleiben.

Die eingestellte Bildqualität und Auflösung sowie die Einstellung für die Belichtungsmessung und den Autofokus sollen den Werkseinstellungen entsprechen. Vorgaben zur der Aufnahmedistanz, der Autofokusfunktion, der Helligkeit des Motivs oder des Motivs selbst, des eingestellten Weißabgleichs oder der Bildstabilisation werden nicht gemacht. Hier sollte jeder Hersteller anhand der Grundvoraussetzungen seine Wahl treffen.

Der Test selbst erfolgt in einem 30-Sekunden-Raster. Zunächst wird die Kamera eingeschaltet und 30 Sekunden gewartet. In dieser Wartezeit dürfen die Einstellungen gemäß den jeweiligen Einzelbedingungen vorgenommen werden. Anschließend wird der Motorzoom (sofern vorhanden) bewegt, der Blitzmodus eingestellt und die Aufnahme ausgelöst. Bis zur nächsten Aufnahme bleiben dann wieder 30 Sekunden, in denen der Motorzoom bewegt und die Blitz eingestellt werden kann. In diesem Rhythmus werden zehn Aufnahmen erstellt, anschließend wird die Kamera wieder ausgeschaltet. Nach einer Wartezeit von 60 Minuten (die durch eine Kühlung des Akkus simuliert werden darf und dann nur 10 Minuten betragen muss), beginnt die gesamte Prozedur erneut.
Als Beendet gilt der Test, wenn die Kamera sich selbstständig abschaltet oder die weitere Aufnahme verweigert und nur mehr durch einen Batteriewechsel oder ein erneutes Ein- und Ausschalten zu weiteren Aufnahmen motiviert werden kann.

Bei der Präsentation der Betriebszeit verpflichtet sich der Hersteller, abweichende Rahmenbedingungen klarzustellen und alle notwendigen Informationen mitzuliefern. Es muss zudem klar ersichtlich sein, dass der Test nach CIPA-Standards durchgeführt wurde. Weitere, davon abweichende Ergebnisse nach herstellereigenen Testmethoden dürfen natürlich ebenso genannt werden, müssen aber entsprechend kenntlich gemacht werden.

Anhang B: Aufnahmen je Wattstunde

Kameramodell Akkudaten Akkuleistung Anmerkung Aufnahmen Aufnahmen je Wattstunde
Canon EOS 100D 7,2 V / 875 mAH 6,3 Wh 380 60
Canon EOS 650D 7,2 V / 1.120 mAh 8,1 Wh 440 54
Canon EOS 650D 7,2 V / 1.120 mAh 8,1 Wh mit Liveview 180 22
Canon EOS 700D 7,2 V / 1.120 mAh 8,1 Wh 440 54
Canon EOS 7D 7,2 V / 1.800 mAh 13,0 Wh 800 62
Canon EOS 7D 7,2 V / 1.800 mAh 13,0 Wh mit Liveview 220 17
Canon EOS 5D Mark III 7,2 V / 1.800 mAh 13,0 Wh 950 73
Canon EOS 5D Mark III 7,2 V / 1.800 mAh 13,0 Wh mit Liveview 200 15
Canon EOS 1D Mark IV 11,1 V / 2.300 mAh 25,5 Wh 1500 59
Canon EOS 1D Mark IV 11,1 V / 2.300 mAh 25,5 Wh mit Liveview 270 11
Canon EOS M 7,2 V / 875 mAh 6,3 Wh 230 37
Fujifilm X-Pro 1 7,2 V / 1.260 mAh 9,1 Wh 300 33
Fujifilm X-E1 7,2 V / 1.260 mAh 9,1 Wh 350 38
Fujifilm X-M1 7,2 V / 1.260 mAh 9,1 Wh 350 38
Fujifilm X-A1 7,2 V / 1.260 mAh 9,1 Wh 350 38
Nikon 1 V2 7,2 V / 1.485 mAh 10,7 Wh 310 29
Nikon 1 S1 7,2 V / 1.020 mAh 7,3 Wh 220 30
Nikon 1 AW1 7,2 V / 1.020 mAh 7,3 Wh 220 30
Nikon D3200 7,4 V / 1.030 mAh 7,6 Wh 540 71
Nikon D5200 7,4 V / 1.030 mAh 7,6 Wh 500 66
Nikon D7000 7,0 V / 1.900 mAh 13,3 Wh 1050 79
Nikon D7100 7,0 V / 1.900 mAh 13,3 Wh 920 69
Nikon D600 7,0 V / 1.900 mAh 13,3 Wh 900 68
Nikon D800 7,0 V / 1.900 mAh 13,3 Wh 900 68
Nikon D4 10,8 V / 2.000 mAh 21,6 Wh 2600 120
Olympus E-PM2 7,2 V / 1.150 mAh 8,3 Wh 360 43
Olympus E-PL5 7,2 V / 1.150 mAh 8,3 Wh 360 43
Olympus E-P5 7,6 V / 1.220 mAh 9,3 Wh 330 35
Olympus E-M5 7,6 V / 1.220 mAh 9,3 Wh 360 39
Olympus E-M1 7,6 V / 1.220 mAh 9,3 Wh 350 38
Olympus E-5 7,2 V / 1.620 mAh 11,7 Wh 870 74
Panasonic GF5 7,2 V / 940 mAh 6,8 Wh 360 53
Panasonic GF6 7,2 V / 1.025 mAh 7,4 Wh 340 46
Panasonic G5 7,2 V / 1.200 mAh 8,6 Wh 320 37
Panasonic G6 7,2 V / 1.200 mAh 8,6 Wh 350 41
Panasonic GX7 7,2 V / 1.025 mAh 7,4 Wh 350 47
Panasonic GH3 7,2 V / 1.860 mAh 13,4 Wh 540 40
Pentax K-01 7,2 V / 1.860 mAh 13,4 Wh 500 37
Pentax K-50 7,4 V / 1.050 mAh 7,8 Wh 410 53
Pentax K-500 7,4 V / 1.050 mAh 7,8 Wh 410 53
Pentax K5 II 7,2 V / 1.860 mAh 13,4 Wh 740 55
Samsung NX 2000 7,6 V / 1.130 mAh 8,6 Wh 340 40
Samsung NX 300 7,4 V / 1.030 mAh 7,6 Wh 320 42
Samsung NX 20 7,4 V / 1.300 mAh 9,6 Wh 360 38
Sony NEX-3N 7,2 V / 1.020 mAh 7,3 Wh 480 66
Sony NEX-5R 7,2 V / 1.020 mAh 7,3 Wh 330 45
Sony NEX-6 7,2 V / 1.020 mAh 7,3 Wh 360 49
Sony NEX-7 7,2 V / 1.020 mAh 7,3 Wh 335 46
Sony Alpha a58 7,2 V / 1.650 mAh 11,9 Wh 700 59
Sony Alpha a65 7,2 V / 1.650 mAh 11,9 Wh 560 47
Sony Alpha a77 7,2 V / 1.650 mAh 11,9 Wh 530 45
Sony Alpha a99 7,2 V / 1.650 mAh 11,9 Wh 500 42

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